angekommen: als austauschstudentin in kanada

wie ihr ja wahrscheinlich schon mitbekommen habt, habe ich vor kurzem kontinent gewechselt und darf die nächten monate als austauschstudentin in kanada verbringen. wie versprochen halte ich euch natürlich auch auf dem laufenden und möche euch gleich mal vom start in mein „abenteuer“ berichten.
achtung – jetzt kommt viel text 😉

abreise richtung kanada

nachdem ich schon beim einpacken mehrmals kurz vorm verzweifeln war – weil; was packt man alles für ein halbes jahr ein? – habe ich es letztendlich doch geschafft. beziehungsweise eigentlich nicht, denn ich habe beschlossen es bei 27 kg zu belassen und zu pokern. immerhin wiegt ein mann doch locker über 75 kg und dadurch bereits ohne koffer mehr, als ich mit. 😉
leider wurde bei der gepäckaufgabe diese logik nicht verstanden und ich habe mich noch von einigen dingen trennen müssen. na gut halb so wild – in kanada kann man ja alles kaufen.

airport flughafen

ein paar tränen später gings schon durch die sicherheitskontrolle und kaum bei den gates angekommen klingelte mein handy mit einer sms: der flug sollte sich um eine stunde verspäten.
meine begeisterung hielt sich in grenzen, denn dadurch blieb nur noch eine halbe stunde um den anschlussflug zu erwischen. nachdem sich der flug dann um eine weitere halbe stunde verspätete hatte ich eigentlich kaum noch hoffnung das flugzeug nach vancouver zu rechzeitig zu erreichen. trotzdem beschloss ich gemeinsam mit einer bodenstewardess nach münchen zu fliegen, für den fall das sich mein anschlussflug ebenfalls verspäten sollte.

airport flughafen

ein ungeplanter zwischenstopp

dem war natürlich nicht so – das flugzeug war bereits in der luft. so weit so schlecht, da ich damit bereits gerechnet hatte, keine große aufregung meinerseits. also ging es ab zur ewig langen schlange ins servicecenter – denn kurz zuvor ein kompletter flieger nach barcelona ausgefallen. zu meinem glück fragte nach einer guten stunde ein mitarbeiter, ob jemand probleme mit einem anderen flug hatte und mir wurde weiteres warten erspart.
nachdem mir bereits in wien sicherheitshalber ein platz nach vancouver für den flug am nächsten tag reserviert wurde, brauchte ich ohnehin nur noch ein hotel für die nacht.

nach einer kurzen fahrt mit dem airportshuttle checkte ich schließlich im nh-hotel in ein schönes doppelzimmer mit flachbildfernseher ein – so „luxuriös“ wird in nächster zeit keine unterkunft mehr sein, soviel stand fest.
mittlwerweile war es kurz vor sechs uhr abends und meine letzte mahlzeit (abgesehen von einem corny, das beim warten verteilt wurde) waren overnight oats um sieben uhr früh. dementsprechend wurde dann auch das abend-buffet von mir geplündert. nach einer entspannten nacht und einem ausgiebigem frühstück machte ich mich rechzeitig zum flughafen auf, aß noch eine kleinigkeit (diesmal kein risiko) und brachte meine lieben zuhause auf den neuersten stand.

nh hotel

hallo business class

beim boarding dann die nächste überraschung: plötzlich druckte die maschine einen kleinen zettel aus – neuer sitzplatz. während ich mich schon ärgern wollte, weil ich extra nach einem fensterplatz gefragt hatte, las ich den zettel nochmal:
business class.
schon war die freude wieder da und ich wusste warum ich den flug am tag zuvor verpasst hatte.

business class lufthansa

nach zehn stunden flug, zwei filmen, einem halb ausgelesenem buch, zwei neuen bekanntschaften, zwei drei gänge menüs auf „echtem“ geschirr mit tischdecke und zahlreichen überflogenen zeitzonen kam ich schließlich in vancouver, kanada an. noch konnte ich mich aber nicht entspannen, denn das ticket für den weiterflug in meine unistadt musste ich mir erst bei der air canada oranisieren.
zum glück auch hier keinerlei probleme. eine stunde später saß ich am gate umrundet von deutschen austausschülern und konnte mich einen kurzen flug später, nach 24 stunden ohne schlaf, endlich in mein hostelbett fallen lassen.

essen in der business class

ende gut alles gut

wie ihr seht braucht man sich wirklich keinerlei gedanken machen, wenn bei einem flug mal etwas nicht so hinhaut wie es soll. an dieser stelle möchte ich wirklich ein großes danke an die lufthansa mitarbeiter aussprechen – obwohl an diesem tag scheinbar einiges schief gelaufen ist, blieben sie ruhig und versuchten für jeden kunden die beste lösung zu finden.
ich war das erste mal mit einem derartigen problem konfrontiert und auch wenn ich sehr froh bin, dass mir diese situation nicht mit sechzehn untergekommen ist (damals wäre ich definitiv nahe am nervenzusammenbruch gewesen), hatte ich zu keinem zeitpunkt bedenken, dass ich letztendlich gut in kanada ankommen würde.

hat sich bei euch auch schon mal ein flug so verspätet, dass es konsequenzen für eure weitere reise hatte? wenn ja, wurde die situation bei euch auch so gut gehandhabt?

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3 thoughts on “angekommen: als austauschstudentin in kanada

  1. Hey Franziska,
    cooler Post! Da verpasst man doch gern man den Anschlussflieger 😀
    Ich wünsche dir eine tolle Zeit in Kanada. Ich war Anfang des Jahres für 2 Monate in Kanada und mehr als begeistert.
    Liebe Grüße,
    Franka

    1. hello franka!

      dankeschoen!
      stimmt, es gibt um einiges schlimmeres, wobei mich ein problemloser flug auch nicht gestoert haette 😉
      kann ich mir vorstellen – obwohl ich bisher noch nicht so viel gesehen habe, fühle ich mich schon richtig wohl…
      warst du auch in bc?
      herzliche grüße

      franziska

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